293. Tipp: BND hört mit! Lesen Sie diesen Tipp, bevor Sie das nächste Mal zum Telefon greifen

Mein Freund Norbert aus Andorra schreibt:

Telefonieren ist billig geworden, seit es das Internet gibt. In die meisten Länder zahlen Sie nur noch 1 bis 2 Cent für die Minute. Und dann gibt es sogar Anbieter, bei denen es überhaupt nichts mehr kostet.

Nein, ich meine nicht Skype, wo Sie andere Skype-Nutzer gratis anrufen. Ich meine Anbieter, die Sie kostenlos in die öffentlichen Festnetze vieler Länder telefonieren lassen, und sogar in einige Handy-Netze.

Oder Sie tippen an Ihrem Computer die Nummer ein, die Sie anrufen wollen, und dazu Ihre eigene Telefonnummer. Ein paar Sekunden später klingelt Ihr Telefon, und die Gratis-Verbindung ist aufgebaut.

Auch von diesen Anbietern gibt es eine ganze Reihe. Ich benutze sie praktisch nie.

Zum Glück Denn…

Von meinem Anwalt erhielt ich jetzt einen sehr besorgniserregenden Hinweis:

Hinter einer Gruppe dieser Gratis-Telefon-Anbieter steckt offenbar der Bundesnachrichtendienst BND

Sie haben vor einigen Tagen vielleicht irgendwo die folgende Meldung gelesen:

Zum Schrecken des BND sei auf der Webseite »Wikileaks«, wo Besucher anonym Informationen ins Netz stellen können, am 13. November eine PDF-Datei von T-Systems (Telekom) mit den geheimen IP-Adressen des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND veröffentlicht worden.

Das Dokument steht übrigens noch im Netz. T-Systems hatte bisher keinen Erfolg mit seinem Ansinnen an Wikileaks, es dort entfernen zu lassen. Wenn Sie Interesse haben, gehen Sie einfach auf http://wikileaks.org und geben im Suchfeld »BND« oder »German Secret Intelligence Service« ein.

Das Dokument enthält offenbar die IP-Adressen all jener BND-Rechner, von denen aus Einträge im Online-Lexikon Wikipedia verändert wurden. Die Änderungen betrafen angeblich vor allem Berichte, in denen es bei Wikipedia um den Bundesnachrichtendienst ging.

Aber nicht nur

Mein Anwalt, der immer sehr hellhörig ist, wenn es um das Thema Diskretion geht, hat die fraglichen Änderungen zurück verfolgt. Dabei hat er festgestellt, dass von einigen dieser fraglichen IP-Adressen aus massiv Werbung in Wikipedia für einen Anbieter gemacht wurde, der eine ganze Reihe solcher Webseiten betreibt, auf denen kostenlose Auslandsgespräche angeboten werden.

Der BND macht Werbung für Gratis-Telefon-Anbieter?
Sehr merkwürdig, oder…?


Sehr aufschlussreich auch die Liste der Länder, in die Sie mit diesem Anbieter kostenlos telefonieren können. Darunter für deutsche Telefonkunden so wichtige Länder wie Panama, Gibraltar, Zypern, Monaco oder Singapur. Schweiz und Luxemburg sowieso…

Wenn Sie nun daran denken, wie der BND im Februar im Fall Zumwinkel durch den Ankauf gestohlener Kundendaten einer Liechtensteiner Bank in die Schlagzeilen geraten war, dann ist es nicht schwer vorstellbar, wohin der Hase läuft…

In einer Zeit, in der die wirklichen Feinde im Ausland immer weniger werden, hat Frau Merkel ihren Auslandsgeheimdienst jetzt offensichtlich um andere, lukrativere Aufgaben betraut.

Natürlich gehe ich davon aus, dass Sie nichts zu verbergen haben. Aber will man denn, dass bei jedem Telefonat Leute mithören, die der Inhalt Ihrer Gespräche nichts angeht?

Ich denke, wenn Sie kostenlos übers Internet telefonieren, dann sollten Sie wissen, welcher Anbieter mit hoher Wahrscheinlichkeit vom BND unterstützt wird. Um wen es sich handelt, sage ich Ihnen in der neuen Ausgabe von »Leben im Ausland«, die in dieser Woche rausgeht. Am besten sichern Sie sich gleich Ihr Jahresabo.

ODER NOCH BESSER:

Ziehen Sie doch einfach in ein Land, wo man besseres zu tun hat, als sich in derart penetranter Weise in Ihr Privatleben einzumischen!

Ein Land, dessen Gesetze so grosszügig sind, dass sich gar keiner gross Gedanken über das Thema Steuern macht…

Ein Land, dessen Banken im Ausland eher belächelt werden. Und die gerade deshalb kaum gefährdet sind, weil ihre Manager viel zu bescheiden sind, um sich mit höchst riskanten Papieren das Leben zu komplizieren … und das Geld ihrer Kunden zu riskieren.

Ein Land, wo Sie an der Sonne und am warmen Meer leben, wo deutsche Einwanderer lange Tradition haben … und wo das Leben offenbar sehr gesund ist, denn…

... der Methusalem unter den Ausländern dort feierte jetzt seinen 100. Geburtstag. Was dort ein Freudenfest für den ganzen Ort war!

Sicher wissen Sie längst, wovon ich rede…

Ich empfehle Ihnen aus eigener Erfahrung das »Leben im Ausland«


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Strategiedoktor
Horst D. Deckert
http://www.strategie.com


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